Die Freien Brauer - ein Verbund führender,
unabhängiger Familienbrauereien

Stimmen der Freien Brauer

Förderung mittelständischer Familienunternehmen

Große Freiheit für unabhängige Unternehmer – das ist unser Leitwert. Und wie könnten wir anderen Unternehmern besser helfen als im direkten persönlichen und kollegialen Austausch? Daher haben wir uns erstmalig für ein Lotsenprogramm entschieden, mit dem wir uns aktiv für diejenigen stark machen, die ihre unternehmerischen Visionen verwirklichen möchten und damit für den Erhalt von Arbeitsplätzen und regionalen Wirtschaftskreisläufen sorgen. Ein Familienunternehmen funktioniert ganz besonders und diesen besonderen Herausforderungen muss und kann man sich stellen. Dazu gehören auch unternehmerische Intuition und Erfahrung. Wenn jemand etwas von Familienunternehmen und von Generationsübergängen versteht, dann die Gesellschafter der Freien Brauer. Jeder von ihnen hat mehrfach eine Unternehmensnachfolge miterlebt.

Jürgen Keipp, Geschäftsführer der Freien Brauer

Ein Generationswechsel ist ein sehr emotionales Thema. Was erwartet ein Senior vom Junior? Kann es ein Junior einem Senior überhaupt recht machen? Wie kann ein Senior loslassen, ohne aus seiner Perspektive heraus schlecht dazustehen? Wie kann die ältere Generation noch aktiv eingebunden werden? Alles Fragen, die sehr einfach erscheinen, aber emotional viel Sprengstoff bieten. Die juristischen und wirtschaftlichen Beratungen kann man sich einkaufen, aber keine Beratung für zwischenmenschliche Fallstricke, die zu Heckenschützenthemen werden können. Wir haben Unternehmer, die diesen Weg gegangen sind und erfolgreich gegangen sind. Ein Lotse ist kein Ersatzkapitän auf einem Schiff, sondern er versteht sich als ein Begleiter des Kapitäns. Wir möchten dem Kapitän dabei helfen, in schwierigen Zeiten den richtigen Kurs einzuschlagen – und eine Unternehmensübergabe ist in jeglicher Hinsicht eine schwierige Passage. Ich bin davon überzeugt, dass sich aus dem Programm heraus auch Lebensfreundschaften entwickeln werden. Als Freie Brauer sehen wir es als unsere Pflicht an, unsere über viele Jahre gesammelten Erfahrungen im eigenen Familienbetrieb an Partnerunternehmen weiterzugeben und ihnen die Wichtigkeit ehrbarer, unternehmerischer Werte zu vermitteln.

Georg Schneider, Präsident der Freien Brauer, Lotse

Als Nachfolger hat man Tausend Ideen und muss lernen, zuzuhören. Bevor man losrennt, muss man wissen, in welche Richtung und mit welchen Strukturen. Und es muss Grundregeln für potentielle Konflikte geben, die im Familienumfeld schnell von der sachlichen auf die emotionale Ebene geraten. Als Lotse lerne ich auch von meinen Partnern – möglicherweise stoßen sie auf Herausforderungen, die mir noch bevorstehen.

Sebastian B. Priller, Brauhaus Riegele Augsburg, Lotse

Als Unternehmer muss man Leidenschaft mitbringen. Nur wer für eine Idee brennt, dem wird sie gelingen. Gerade Nachfolgern fällt es oft schwer, eine solche Leidenschaft für ihr Erbe zu entwickeln. Gern helfen wir auf diesem Weg und unterstützen Jungübernehmer dabei, ihre eigene Persönlichkeit und Visionen einzubringen. Es freut uns, dass wir einen so engagierten und aufgeschlossenen Tandempartner gefunden haben.

Dr. Franz Ehrnsperger, Neumarkter Lammsbräu, Lotse


Bierkultur in Worten

Bier ist flüssige Lebensfreude.

Sebastian B. Priller, Brauhaus Riegele Augsburg

Wer in den kleinen Dingen zuverlässig ist, ist es auch in den großen. Und wer bei den kleinen Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen.

Lukas 16, 10 und 11
Herbert Zötler, Privat-Brauerei Zötler

Die Erfolgsgeschichte Bier dauert bereits 7000 Jahre an. Wir sind stolz, seit 150 Jahren Teil dieser Geschichte zu sein. Bier ist ein Kulturgut mit besonderem Reiz. Als Biersommelier möchte ich diese Faszination vermitteln. Die Reinheit des Brauprozesses, Sortenvielfalt oder Bier und Tafelfreuden sind spannende Themen.

Moritz von Twickel, Brauerei Westheim

Wir sind Darmstädter von Kopf bis Fuß, von Hopfen bis Malz, von Bügelverschluss bis Flaschenboden – aber vor allem mit ganzem Herzen!

Wolfgang Koehler, Darmstädter Brauerei

Bier - allein oder in harmonischer Gemeinschaft - mit Andacht zu genießen, ist ein Erbe unserer Kultur.

Michael Weiß, Meckatzer Löwenbräu

Welde ist sinnliche Kunst: zum Schmecken, Riechen, Fühlen, Sehen und Hören.

Dr. Hans Spielmann, Weldebräu

Das Besondere am Bierbrauen ist, dass man aus einfachen Dingen etwas Besonderes machen kann!

Roland Andre, Distelhäuser Brauerei

Mit besten Zutaten, Handwerkskunst und viel Leidenschaft brauen wir ein hervorragendes Bier. So herrlich rein und unverfälscht wie unsere Schwarzwälder Natur. Daher sind wir seit Jahren darauf bedacht diesen Schatz durch unsere aktive Umweltpolitik zu bewahren.

Carl Glauner, Alpirsbacher Klösterbräu


Unterstützung des deutschen Mehrwegsystems

Das Thema Mehrweg betrifft uns alle. Doch leider hat die zähe Preisdiskussion über den Einweg- und Mehrweg-Pfand eine tief sitzende Verwirrung bei den Verbrauchern hervorgerufen, hinter der die weit wichtigeren Aspekte Qualität und Umweltverträglichkeit zurückstecken.

Jürgen Keipp, Geschäftsführer der Freien Brauer

Das deutsche Mehrwegsystem ist eine maßgebliche Klimaschutzkomponente und Existenzgrundlage mittelständischer Strukturen, die es dringend zu bewahren gilt. Es ist uns als Verbund wichtig, diese Überzeugung öffentlich zu vertreten und die Initiativen zu unterstützen, die sich seit Jahren tatkräftig für das Thema stark machen.

Georg Schneider, Präsident der Freien Brauer


Verwerflich: Spekulationen mit Lebensmitteln

Ernteausfälle und saisonale Produktionsschwankungen können vorkommen, doch dies erklärt nicht die enormen Preissprünge, die zu den geringfügigen Änderungen der Gesamtproduktion in keinem Verhältnis stehen. Dies zeigt uns, dass der Preis für Agrarrohstoffe immer mehr vom Finanzmarkt selbst bestimmt wird, der zunehmend von preistreibenden Spekulationen lebt. Das hat in unseren Augen kaum noch etwas mit dem originären System von Angebot und Nachfrage zu tun. Ein paar Spekulationen, wie es sie in den Warenterminmärkten gibt, werden wohl immer notwendig sein, um eine gewisse Preisstabilität zu gewährleisten. Doch dass knappe Rohstoffe durch Indexfonds dem Markt derart lange entzogen werden, entbehrt jeglicher volkswirtschaftlichen Notwendigkeit und sollte unterlassen werden. In diesem Punkt müssen auch die Öffentlichkeit und insbesondere die Anleger verstärkt darüber aufgeklärt werden, welche Geldanlagen im Finanzmarkt die Rohstoffpreise beeinflussen und wie stark.

Jürgen Keipp, Geschäftsführer der Freien Brauer

Das Spekulieren mit Lebensmittelrohstoffen ist ein schockierender Beweis dafür, in welchem Maße der Respekt gegenüber den natürlichen Ressourcen und einem fairen Umgang mit den Menschen verloren gegangen ist. Die Landwirte und weiterverarbeitenden Betriebe, darunter auch die Brauereien, wissen genau, wie es um die Ernten bestellt ist und können sich darauf einstellen. Was sie nicht kalkulieren können, sind die astronomischen Preissprünge, die unabhängig von saisonalen Erntebedingungen durch Spekulationen künstlich in die Höhe getrieben werden. Dies ist eine ernste Bedrohung für den Mittelstand – ganz abgesehen davon, dass das profitgetriebene Jonglieren mit lebenswichtigen Rohstoffen ein absoluter Skandal für die hungernde Weltbevölkerung ist. Wir fordern, dass diese unethische und moralisch zutiefst verwerfliche Geldmacherei endlich ein Ende hat und es wieder nachvollziehbare und faire Waren- und Finanzströme auf dem Markt gibt.

Georg Schneider, Präsident der Freien Brauer


Erhalt von Biervielfalt und Bierkultur

Die Bierlandschaft ist enorm vielfältig. Dabei macht es einen riesigen Unterschied, ob ein Bier aus Absatzgründen von einem Großkonzern oder aus Leidenschaft zum Handwerk von einem Familienbrauer hergestellt wird. Dies möchten wir auch den Verbrauchern mitteilen und ihnen die Möglichkeit geben, sich selbst von der wahren Braukunst zu überzeugen. Bier ist ein absolut geselliges Thema und Bierkultur sollte es ebenso werden. Als Verbund, der sich für den Erhalt der in Europa einzigartigen Bierkultur stark macht, möchten wir diese zu einem Gesprächsthema machen und mit Leben füllen.

Jürgen Keipp, Geschäftsführer der Freien Brauer

Die mittelständischen Traditionshäuser bieten Bierliebhabern schon seit Langem hochqualitative Produkte und außergewöhnliche Aktionen. Diesen Anspruch gilt es weiterzuverfolgen und den Dialog untereinander zu fördern. Gerade in einem schlagkräftigen Verbund wie den Freien Brauern können übergreifende Konzepte realisiert werden, die bei gegenwärtig sinkenden Umsätzen vielleicht nicht allen Familienunternehmen möglich wären. Unterm Strich zählt, die Biervielfalt und Bierkultur auf lange Sicht zu erhalten.

Christoph Barre, Präsident der Freien Brauer 2005–2011


Am Puls der Zeit: Bier- und Branchentrends

Jahr für Jahr geht der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier in Deutschland zurück. Dies ist einerseits eine große Herausforderung für unsere Branche, andererseits zeigt es aber auch den gestiegenen Anspruch der Verbraucher. Bier wird vom Massengetränk in den nächsten Jahren immer mehr zu einem besonderen Genussmittel. Regionale Spezialitäten werden zunehmend als Kulturgut wahrgenommen, die ihren Preis wert sind.

Christoph Barre, Präsident der Freien Brauer 2005–2011

Regionalität wird Premium schlagen. Die Kunden wollen nicht nur wissen, wo etwas herkommt, sondern auch, wer dahinter steht.

Hans Firnkorn, Haller Löwenbräu

Der Begriff 'Premium' und alle Attribute, die Verbraucher früher damit verbunden haben, sind mittlerweile zur Massenware geworden und kein Qualitätsmerkmal mehr. Bei uns in der Freiburger Gastronomie haben nationale 'Premiummarken' beispielsweise keine Bedeutung. Bei uns ist 'Region' wichtig und das individuelle Lokal, das Gastronomiekonzept mit 'viel Mensch' angesagt. Neben Regionalität setzen wir auf Direktansprache und Beziehungsmanagement. Wir wollen die Menschen in die Brauerei holen und diese als Erlebnisort inszenieren. Wir werden 2012 die Qualität durch saisonale Spezialitäten noch weiter unterstreichen.

Katharina Ganter-Fraschetti, Privatbrauerei Ganter

Edelbiere als Spezialitäten spielen bereits eine große Rolle und werden immer mehr an Bedeutung im Markt gewinnen. Hier wird die Frage sein, wie groß diese Märkte in Zukunft sein werden und wie glaubwürdig einzelne Brauereien diese Konzepte vermarkten."

Ulrich Beuth, Flensburger Brauerei


Verbrennung von Lebensmitteln als Energiewende?

Biogas aus biologischen Abfällen aus Industrie und Landwirtschaft zu gewinnen, ist sehr sinnvoll. Lebensmittel und damit die Lebensmittelpreise zugunsten der Energie bei wachsender Weltbevölkerung zu verknappen, ist aus ethischen Gründen jedoch abzulehnen. Langfristige unternehmerische Werte sollten über kurzfristigen Zielen der Gewinnmaximierung stehen. Über die Transparenz der neuen Medien werden in Zukunft nur Unternehmen mit authentisch gelebten Werten erfolgreich sein. Gelebte gesellschaftliche Verantwortung wird damit zum Erfolgsfaktor.

Markus Berberich, Störtebeker Braumanufaktur

Es ist schon eine ethische Frage, ob wir den Bedarf in der Dritten Welt durch den hiesigen Anbau von Nahrungsmitteln zur Energiegewinnung gefährden dürfen. Darüber hinaus ist der erhebliche Preisdruck für unser Gewerbe durch den subventionierten und dadurch sehr viel rentableren Energiepflanzenanbau nicht hinnehmbar.

Wolfgang Köhler, Darmstädter Privatbrauerei

Wir werfen heute zu viele Nahrungsmittel weg, wo in anderen Ländern Menschen verhungern. Solange sich die Profitgier von Politikern und Industrie nicht auf andere Werte besinnen lässt, werden wir noch vor größeren Problemen und Herausforderungen stehen.

Dr. Klaus Möller, Brauerei Hirt

Auch wenn in Österreich der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen, die zur Biogasgewinnung verwendet wird, noch gering ist, ist dies das falsche Signal für die Zukunft.

Mag. Karl Schwarz, Privatbrauerei Zwettl

Wertschätzung ist die Voraussetzung für Wertschöpfung. Der aktuelle Trend zur Sensibilisierung der Verbraucher – etwa durch die Ausbildung von Biersommeliers –, der auch seitens der Wertschöpfungskette gestützt wird, stimmt mich sehr positiv. Nach der Globalisierung kommt es zur Re-Regionalisierung. Verbraucher, Händler und Gastronomen schätzen zunehmend das Handwerkliche, Authentische und sind bereit, dafür auch mehr auszugeben.

Michael Weiß, Meckatzer Löwenbräu

Die jüngere Generation sollte sich nicht von populistischen Propheten verführen lassen, die wegen der durch Menschen verursachten CO2-Emissionen den Weltuntergang an die Wand malen. Wenn die Menschheit vorher verhungert, wird sie nicht mehr erleben, was das alles für ein Unsinn ist.

Dr. Axel Haas, Erzquell Brauerei Bielstein

Wer sind Die Freien Brauer?

Dieser Kurzfilm erklärt, wer sich hinter dem Werteverbund Die Freien Brauer verbirgt und was ihn so besonders macht.

Erfahren Sie mehr über die Werte der 40 Familienbrauereien und was die Gemeinschaft so besonders macht.

Film auf YouTube

Termine

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Hier finden Sie die aktuellen Veranstaltungen und Termine der Freien Brauer.

zu den Terminen

Brauerei-Quiz

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Entdecken Sie die große Arten- und Sortenvielfalt unserer Biere: Im Bier-Memory.

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Die Sieben Werte

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Diese Leitlinien verdeutlichen, wie Die Freien Brauer die Vielfalt ihrer Produktpalette garantieren und die Ertragskraft ihrer Wirtschaftsbetriebe stärken.

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